Wie Clex gebaut ist
Eigene Sprachtechnologie, pflegefachliche Korpora und lokale Verarbeitung für skandinavische Pflegedokumentation. Clex ist für eine klar umrissene Aufgabe gebaut, mit Freitext auf dem Endgerät.
Clex baut Sprachtechnologie für eine klar umrissene Aufgabe: Pflegekräfte beim Schreiben korrekter Pflegeeinträge in skandinavischen kommunalen Dokumentationssystemen zu unterstützen. Wortvorschläge, Sprachausgabe und Übersetzung laufen auf dem Endgerät. Wenn ein piktogrammgestützter Satzvorschlag angefordert wird, sendet Clex nur Piktogramm-Kennungen und die gewählte Sprache an die Clex-API. Unser Ziel ist nicht »mehr KI«. Es geht um weniger Datenübertragung - für eine klar abgegrenzte Funktion.
Eigene Sprachtechnologie, keine allgemeine Textgenerierung
Die Schreibhilfe entsteht in einem internen Entwicklungsprozess: Datenaufbereitung, Tokenisierung, Training, Evaluierung, Komprimierung und Bereitstellung. Unser Team verantwortet die wesentlichen Entscheidungen: welche Daten, welches Register, welche Evaluierung und welche Geräteanforderungen. Eine Kommune, die Clex einführt, verlässt sich nicht auf ein allgemeines Textmodell, das nicht für Pflegedokumentation entwickelt wurde. Sie nutzt Werkzeuge, die eigens für diese Aufgabe entwickelt wurden.
Korpora für das Register der skandinavischen Pflege
Ein allgemeines großes Modell behandelt einen Pflegeeintrag wie beliebige Prosa. Wir behandeln ihn als eigenes Register: die Abkürzungen, die IBIC-Verankerung, die Verhältnismäßigkeitsvorgaben der dänischen Ældrelov, die Fachbegriffe für Körperstellen, die klinische Kurzschrift, die eine Nachtschicht-Vertretung um 23:47 schreibt. Unsere Trainingsdaten sind sorgfältig ausgewählt, lizenziert und von Grund auf skandinavisch - ein Korpus, bewusst für kommunale Pflegedokumentation aufgebaut, kein allgemeiner Web-Datensatz, dem man nachträglich einen Fachbereichsfilter übergestülpt hat. Das Modell, das wir einsetzen, weiß, wie ein Pflegeeintrag aussieht, bevor es den ersten Tastenanschlag einer Schicht gesehen hat.
Daten bleiben dort, wo sie entstehen
Clex ist darauf ausgelegt, den Text der Pflegekraft dort zu halten, wo er geschrieben wurde. Lokale Funktionen laufen auf dem Endgerät oder im Browser. Satzvorschläge werden per API angefordert - übermittelt werden nur Piktogramm-Kennungen und Sprachcodes - der Freitext der Nutzerin verlässt das Gerät nicht. Das bringt vier Vorteile mit sich: Freitext bleibt lokal, das Pflegepersonal wird beim Schreiben unterstützt, das Produkt funktioniert auch offline zuverlässig, und die Datenmenge, die an den Server übertragen wird, ist gering.
Kompakte Modelle - technisch eigenständig
Das Modell, das unser Team einsetzt, ist klein im Vergleich zu einem großen Cloud-Sprachmodell. Bei dieser klar abgegrenzten Aufgabe, skandinavische Pflegeeinträge zu vervollständigen, erzielt es vergleichbare oder bessere Ergebnisse - denn bei klar abgegrenzten Aufgaben zahlt sich Spezialisierung aus, und hier hat ein Team, das seinen Korpus selbst verantwortet, einen Vorsprung, den ein allgemeiner Anbieter nicht aufholen kann. Das gelingt durch die Tokenisierung für skandinavisches Pflegevokabular, durch gezielte Feinabstimmung, durch ein Testverfahren, das an echten Pflegeeinträgen misst, nicht an allgemeinen Benchmark-Datensätzen, und durch das Quantisierungsverfahren, das ein praxistaugliches Modell auf einem fünf Jahre alten Android-Telefon laufen lässt - in einer Qualität, auf die eine Pflegekraft sich verlassen kann.
Warum die Zukunft beim Gerät liegt
Der verbreitete Branchenmythos, größer sei immer besser, ist in spezialisierten Anwendungsbereichen seit zwei Jahren überholt. Ein spezialisiertes kompaktes Modell - trainiert auf dem richtigen Korpus, für das richtige Register, eingesetzt dort, wo die Daten ohnehin liegen - ist einem allgemeinen Cloud-Modell bei Geschwindigkeit, Kosten und Datensouveränität überlegen - und inzwischen auch in der Qualität, zumindest für die Aufgaben, für die es entwickelt wurde. Wir sind überzeugt, dass kommunale Pflegedokumentation genau diese Art von Aufgabe ist und dass die nächsten zehn Jahre der KI im Pflegebereich beim Endgerät liegen werden, nicht im Rechenzentrum.
Weitere Informationen
Die fünfzehn häufigsten Fragen von Vergabestellen, Datenschutzbeauftragten und IT-Abteilungen finden Sie in den FAQ. Wer sich eingehender mit den technischen Details befassen möchte - Trainingsdaten, Evaluierung, lokale Verarbeitung und die geringe Datenmenge, die an den Server übertragen wird -, kann sich direkt an Uffe Gorm Pal Hansen wenden.
Ihre Ansprechpartner
- Technische Fragen: Uffe Gorm Pal Hansen, E-Mail senden
- In Deutschland: Jonas Henrik Lund, E-Mail senden
- In Dänemark: Flakron Sojeva, E-Mail senden
- In Schweden: Ron Karlsson, E-Mail senden
